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2002

Musik des Barock

- historische Instrumente und Spielweise -
Sonntag, 18. August, 16 Uhr 2002, Marienkirche Göttingen

Joh. Bernhard Bach: Ouvertüre Nr. 2, G-Dur
J.S. Bach: Suite Nr. 6 D-Dur für Violoncello solo
Henry Purcell: Fantasia Nr. 6
Antonio Vivaldi: Konzert für Violoncello, Streicher und b.c. in G-Dur

Gé Bartmann (Hilversum) - Violoncello und Leitung
CONCERTINO GÖTTINGEN - Barockensemble

Sonntag, 22. September 2002 um 20 Uhr
St. Marienkirche Göttingen

Concertino Göttingen

A. Rosetti: Sinfonie g-Moll, Murray A 42
W.A. Mozart: Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester
in Es-Dur KV 364
J. Haydn: Sinfonie Nr. 8 G-Dur "Le Soir"

Hans-Henning Vater - Violine
Carsten Armbrecht - Viola
Johannes Moesus - Leitung

Antonio Rosetti wurde als Anton Rößler 1750 in Böhmen geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung in Prag. Unter dem Namen Antonio Rosetti fand er 1773 in der Hofkapelle des Fürsten zu Oettingen-Wallerstein eine Anstellung als Kontrabassist und leitete das Orchester als Kapellmeister. 1789 wurde er Hofkapellmeister am Hof in Ludwigslust, wo er 1792, nur 42-jährig, starb. Er hinterließ eine Vielzahl von Sinfonien, Konzerten, Kammer- und Vokalmusik. Rosetti war über die Landesgrenzen hinaus bekannt und geschätzt als einer der beliebtesten Tonsetzer seiner Zeit. Seine Sinfonie in g-moll ist ein außergewöhnliches Werk, dem durchaus ein Platz neben den bekannten Werken gebührt, die Mozart und Haydn in dieser Tonart schrieben. Er nutzt die Möglichkeiten des nur kleinen Orchesters geschickt aus: durch feinste Pianissimo-Abstufungen, verklingende Pianoschlüsse und kräftige Fortissimo-Schläge erreicht er eine große dynamische Bandbreite. Harmonischer Abwechslungsreichtum, kontrapunktische Arbeit, böhmische Melodik sind weitere Kennzeichen seiner Musik. Der erste Satz der Sinfonie beginnt sanft, entfaltet sich zu dramatischer Ausdruckskraft und erfreut durch seinen rhythmischen Schwung. Obwohl das Menuett auch in Moll steht, wird eine aufgehellte Stimmung erzeugt und damit der Bezeichnung „fresco“ Rechnung getragen. Der dritte Satz ist ein lyrisches, zartes Stück mit ruhig fließendem Klang, das Finale ein aufregendes und energiegeladenes Capriccio, das die Sinfonie zu einem heiteren Ende in Dur bringt.

Wolfgang Amadeus Mozart
vollendete im Spätsommer 1779 nach dem Tode seiner Mutter und der enttäuschenden Paris-Reise die Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester als letztes Solokonzert für Streichinstrumente. Im ersten Satz entwickelt sich nach einer weitgespannten, klangvollen, etwas starr monumentalen Orchestereinleitung ein heiteres, lebendiges Wechselspiel der Soloinstrumente, das vor dem Schlusstutti in eine Kadenz beider Soloinstrumente einmündet. Der langsame Mittelsatz in c-moll, der zu einem der eindrucksvollsten dieser Art in Mozarts bisherigem Schaffen zählt, beginnt in den Streichern mit einem verhaltenen, klagenden Thema. Orchester und Solisten im Wechsel führen den Satz über eine bedeutende, fast dramatische Steigerung zu einem leisen, resignierenden Schluss. Der beschwingte 2/4-Takt, das frische Hauptthema und die virtuosen Passagen für die Solisten geben dem Konzert im letzten Satz einen heiteren Ausklang.
Den Sinfonie-Zyklus „Die Tageszeiten“ (Nr.6-8: Der Morgen, Der Mittag, Der Abend) schrieb Joseph Haydn 1761 ganz am Beginn seines sinfonischen Schaffens, das weit über 100 Sinfonien umfasst, für seinen Fürsten Paul Anton Esterházy in Eisenstadt. Trotz einzelner programmatischer Bezüge handelt es sich hier nicht um eigentliche Programm-Sinfonien. Beinamen, die aus gewissen deskriptiven musikalischen Charakterzügen resultieren, waren zur damaligen Zeit häufig. In diesen drei Werken, so auch in „Le Soir“ (Der Abend) hat der junge Haydn seinen Musikern zahlreiche solistische Aufgaben zugewiesen: im Trio des Menuetts z.B. einem Solokontrabass, im Finale zwei Soloviolinen. Die Anwendung des Solo-Tutti-Prinzips bestimmt auch die formale Anlage der Sinfonie, bei der barocke Stilelemente (Concerto grosso) sich mit neuartigen sinfonischen (Divertimento, Solokonzert) mischen. Der heiter-beschwingte erste, sowie der graziöse zweite Satz bringen zunächst sonnige Abendstimmung zum Ausdruck. Der Schlusssatz ist „La Tempestà“ überschrieben. Es ist bewunderungswürdig, wie treffend Haydn mit einfachen Mitteln Sturm und Gewitter tonmalerisch zu zeichnen wusste: das Prasseln des Regens durch die kontinuierlichen Streichersechzehntel, das Zucken der Blitze durch zackige Flötenfiguren, die Windstöße durch wuchtig im forte unisono geführte Streicher.


Hans-Henning Vater wurde 1960 in Kiel geboren und absolvierte 1983-91 sein Violinstudium in Detmold bei Lukas David, Young-Uck Kim und Christoph Poppen, sowie ein Streichquartett-Studium beim Melos-Quartett in Stuttgart. Danach war er Primarius des Waldstein-Quartetts und Mitglied in verschiedenen namhaften Orchestern (z.B. Deutsche Bachsolisten, Westfälische Kammerphilharmonie), oft in führender Position (1989-94). Er war Konzertmeister der Musicalproduktion „Sunset Boulevard“ (1996-98) und wirkte bei Improvisations- und Jazzproduktionen mit. Ein weiterer Schwerpunkt seiner vielfältigen musikalischen Aktivitäten ist die Beschäftigung mit barocker Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten. So spielte er im „ensemble contrapunctus“ Basel und leitet seit 1995 das Göttinger Barockorchester. Seit 1998 ist er 1.Geiger des Artaria-Quartetts ,studiert Barockvioline bei Monica Huggett in Den Haag und nimmt regelmäßig an Barock-Festivals teil. Hans-Henning Vater wirkte in zahlreichen Solo- und Kammerkonzerten im In- und Ausland mit und hat eine Reihe von CDs eingespielt.
Carsten Armbrecht wurde 1962 in Northeim geboren. Das Musikstudium im Fach Violine und später Viola absolvierte er an der Musikhochschule in Detmold bei Prof. Lukas David, später bei Prof. Nobuko Imai, und schloss dieses mit der künstlerischen Reifeprüfung 1989 ab. Als langjähriges Mitglied im „Kammerorchester Tibor Varga“ nahm er an vielen Konzertreisen in Deutschland und in der Schweiz teil. Regelmäßige Aushilfstätigkeit in der Nordwestdeutschen Philharmonie und den Bochumer Sinfonikern ergänzen seinen Werdegang. Carsten Armbrecht unterrichtet seit 1990 als Geigen- und Bratschenlehrer an der Kreismusikschule in Osterode und im Rahmen der „Musikalischen Jugendförderung“ in Northeim.
Johannes Moesus absolvierte seine Ausbildung an den Musikhochschulen von Hannover, Frankfurt und Wien. Er hat mit namhaften Orchestern zusammengearbeitet, so u.a. mit den Rundfunk-Sinfonieorchestern in Leipzig und Saarbrücken, den Hamburger Sinfonikern, der Ungarischen Nationalphilharmonie Budapest, dem Spanischen Nationalorchester Madrid, der Artur-Rubinstein-Philharmonie Lodz und mit zahlreichen bedeutenden Kammerorchestern. Johannes Moesus verfügt über ein breitgespanntes Repertoire auf dem Gebiet der Sinfonik und Chorsinfonik. Zahlreiche seiner Konzerte wurden im Rundfunk gesendet und auf CD produziert.

Feierliche Überreichung des Ehrenbürgerbriefes

an Herrn Professor Dr. Manfred Eigen

musikal. Begrüßung und Ausklang:
W.A. Mozart: Quartett für Flöte, Violine, Viola und Violoncello; KV 285a
Concertino Göttingen:
Bettina Lange-Malecki - Flöte
Stefanie Kairat - Violine
Carsten Armbrecht - Viola
Jürgen Könnecke - Violoncello

Weihnachtskonzert

in der ev.-luth. Corvinus-Kirche Göttingen

César Franck: Psaume CL
Louis Vierne aus: 24 Pièces en style libre
Camille Saint-Saens: Oratorio de Noel

Nicola Krause-Glandorf, Sopran
Erika Reischle-Schedler, Mezzosopran
Ursula Zakikhany, Alt
Rolf Sostmann, Tenor
Lothar Littmann, Bass

Ursula Nothelfer, Harfe
Elizabeth Henking-van-Horne, Orgel
Concertino Göttingen
Corvinus-Kantorei Göttingen

Leitung: Ulrike Stock

Sonntag, den 8. Dezember 2002, 19 Uhr
Stiftskirche Oberkaufungen

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium
Teile I-III

Kaufunger Kantorei
Kinderchor Kaufungen
Uta Kirchner-Flach, Sopran
Birgit Görgner, Alt
Martin B. Müller, Tenor
Markus Krause, Bass

CONCERTINO  GÖTTINGEN -Barockorchester
Juliane Baumann-Kremzow, Orgel

Martin Baumann, Leitung

HEINRICH SCHÜTZ
SEINE ZEIT UND DIE KANTOREIPRAXIS

WEIHNACHTSHISTORIE

St. Blasiuskirche Münden, Sonntag, den 15.12.2002, 16 Uhr

SOPRAN: ANNA PALUPSKI
ALT: URSULA ZAKIKHANY
TENOR: ROLF SOSTMANN
BASS: HANS-GEORG DECHANGE

ORGEL-CONTINUO: MICHAEL NULL
INSTRUMENTAL-CONSORT: CONCERTINO GÖTTINGEN

KANTOREI ST. BLASIUS MÜNDEN
KANTOREI-SOLISTEN

LEITUNG: JÖRN TEGTMEYER

Weihnachtskonzert

Samstag 21. Dezember 2002 um 17 Uhr
St. Marien Göttingen

(u.a.)
Heinrich Schütz: Historia von der Geburt Jesu Christi

GÖTTINGER KNABENCHOR
Concertino Göttingen

Leitung: Stefan Kaden

Musik im "Eichsfelder Dom"
Johann Sebastian Bach
WEIHNACHTSORATORIUM, BWV 248
Sonntag, 29. Dezember 2002, 17 Uhr
Propsteikirche St. Cyriakus, Duderstadt

Barbara Schedel, Sopran
Anna Haase, Alt
Friedrich von Mansberg, Tenor
Marco Spreider, Bass

CONCERTINO GÖTTINGEN auf historischen Instrumenten
Propsteichor St. Cyriakus

Leitung: Paul Heggemann

2001

Sonntag, 9. September 2001, 20 Uhr
Marienkirche Göttingen

CONCERTINO GÖTTINGEN

G.F. Händel: Concerto grosso
J. Francais: Sept dances für 10 Bläser
J. Haydn: Sinfonie Nr. 6 D-Dur "Le Matin"
W.A. Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur

Anton Säckl, Klarinette
Johannes Moesus, Leitung

Programm

Georg Friedrich Händel  (1685 - 1759)
Concerto Grosso op. 3, Nr. 4, F-Dur
Andante - Allegro
Andante
Allegro Minuetto

Jean Francais (1912-1997)
Sept dances für 10 Bläser
Le jeu de la poupée
Funérailles de la poupée
La présentation des petits amis
Variation de Paul
Pas de deux entre Sophie et Paul
Le goûter
Danse des filets à papillons

Sinfonie Nr. 6, D-Dur Hob. 1:6 "Le Matin"
Adagio - Andante – Allegro
Menuetto
Finale: Allegro
Pause

Wolfgang Amadeus Mozart  (1756 - 1791)
Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur
Allegro
Adagio
Rondo

Anton Säckl, Klarinette
Johannes Moesus, Leitung

GÖTTINGER KNABENCHOR

J.S. Bach

Weihnachtsoratorium

Kantaten 1-3
BWV 248

St. Marien Göttingen
Samstag, 15. Dezember 2001 um 19 Uhr
Sonntag, 16. Dezember 2001 um 16 Uhr

Adele Eikenes, Sopran
Annekathrin Laabs, Alt
Alexander Bassermann, Tenor
Fabian Hemmelmann, Bass

CONCERTINO GÖTTINGEN
mit historischen Instrumenten

Dirigent: Stefan Kaden

2000

Musik im "Eichsfelder Dom"
Propsteikirche St. Cyriakus, Duderstadt
am Sonntag, den 8. Oktober 2000

Joseph Haydn: Die Schöpfung


1998

Sonntag 13. Dezember 1998, 16 Uhr
Kantorei St. Blasius Münden
Ltg: Jörn Tegtmeyer

J.S.Bach: Weihnachtsoratorium Teile I-III

mit historischen Instrumenten



 

 
   

    © 2004 by Andreas Kleinert•