Barocke Energien
Concertino del Barocco
Seit
dem Jahr 2000 widmet sich das Ensemble „Concertino del Barocco“ auf
historischen Instrumenten der Musik des Barock und der Frühklassik. Am
Sonnabend konzertierten die Musiker unter der Leitung und Mitwirkung
der Violinistin Gudrun Höbold (Violine) in St. Marien. Das Programm
musste grundlegend geändert werden, da der Cellosolist Dietmar Berger
erkrankt war. In der Orchestersuite von Johann Bernhard Bach
stellte das Concertino seinen energiereichen, sorgfältig phrasierten
Klang vor. Gudrun Höbold führte das Zusammenspiel mit ihrem kraftvollen
und technisch virtuosen Violinspiel klanglich wie interpretatorisch an.
Höboldl und Almut Seidel (Violine) trugen im Anschluss Vivaldis Sonate
F-Dur für zwei Violinen vor, deren höchste technische Anforderungen die
Solistinnen bravourös bewältigten. Lebendiges Zusammenspiel In
Johann Stamitz’ Orchester-Trio A-Dur wechselten solistische Passagen
der Viola (Carsten Armbrecht), Violine (Almut Seidel) und des
Violoncellos (Jürgen Könnecke) mit Tutti-Passagen, wobei sich in der Sologruppe das lebendige und
sichere Zusammenspiel manifestierte. Arwed Henking bewies mit dem
souveränen Vortrag von J. S. Bachs e-Moll-Toccata die Transparenz und
Leichtigkeit seines Cembaloklangs. Der Abend schloss mit Telemanns
Konzert D-Dur:
| Hier zeigte das Concertino mit Gudrun Höbold an der
Solovioline ein weiteres Mal die Bandbreite des barocken Musizierens –
sowohl in ruhigen, lebendig phrasierten Passagen als auch in der virtuos-temperamentvollen Bewältigung der technisch atemberaubenden
Schwierigkeiten. |
Berenike Schröder
|