Ruth Gipps (20.2.1921 - 23.2.1999) Die in East-Sussex geborene englische Komponistin und Dirigentin studierte am Royal College of Music, an dem sie später selbst lehrte, Komposition bei Gordon Jacobs und Vaughan Williams sowie die Fächer Oboe und Dirigieren. Sie war auch eine brilliante Konzertpianistin, musste jedoch im Alter von 33 Jahren wegen der Spätfolgen einer Handverletzung, die sie sich in der Kindheit zugezogen hatte, das öffentliche Klavierspiel aufgeben und konzertrierte sich fortan auf das Dirigieren. Sie schrieb mehrere Sinfonien, sinfonische Dichtungen, Solokonzerte und Kammermusikwerke, wobei besonders die frühen Werke deutlich den Einfluss ihres Lehrers Vaughan Williams zeigen. Ihrer beim Publikum sehr beliebten Tonsprache mangelte es nicht an Originalität, sie blieb in Form und Inhalt jedoch stets konventionell. Neuen Kompositionstechniken wie etwa dem Serialismus verschloss sie sich gänzlich. Da sie selbst ihre kompromisslose und antagonistische Einstellung als unvereinbar mit den Zielen der modernen Musikausbildung ansah, gab sie 1977 sogar ihre Professur am Royal College of Music auf. "Seascape" entstand Ende der 50er Jahre als opus 53 von insgesamt 70 Kompositionen und lässt beim beim Hörer mühelos die Assoziationen entstehen, die durch den programmatischen Titel ("Meerespanorama") vorgegeben sind. Für weitere Informationen sei auf die Website mit einer umfassenden Biographie zu Ruth Gipps verwiesen: http://www.musicweb.uk.net/gipps/